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Das Torkeln der SPD ins Nirgendwo: 140 Jahre ohne Ideen und Prinzipien
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Der Abschied der SPD ist eingeleitet und er ist unumkehrbar. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis sie aus der Geschichte endgültig verschwindet, weil die Nostalgiker nur langsam (biologisch) aussterben werden und weil es immer genug Karrieristen gibt, die sich um die restlichen politischen Posten bemühen werden. Die endgültige Bilanz der SPD kann aber schon jetzt verfasst werden. Sie wird so lauten:
In 150 Jahren hatte die SPD keinen einzigen Denker von Bedeutung gehabt; nie einen theoretischen Diskurs angestoßen, der aus dem modischen Trend der Zeit herausragte.
In 150 Jahren hatte sie keinen Vorsitzenden oder Kanzler gehabt, der auf irgendeine Weise visionär wäre.
In 150 Jahren hat die SPD - der Macht wegen - schon alles verraten, worauf sie je geschworen hat. Sie hat z.B. vor dem 1. Weltkrieg für Kriegskredite gestimmt, während der Weimarer Zeit die verhängnisvollen konservativen Reformen mitgetragen und schließlich - unter Schröder & Co. - die schmutzigen Geschäfte für den ehemaligen Klassenfeind erledigt. So etwas hätte Kohl und seine Regierung nie gewagt.
Natürlich will keiner der SPD vorwerfen, dass sie über soziale und ökonomische Fragen ähnlich wie z.B. die CDU oder FDP denkt. Das Problem liegt anderswo. Die CDU und FDP handeln (mehr oder weniger) so wie sie es sagen. Die SPD spielt dagegen ihren Wählern eine soziale Opposition zur CDU und FDP vor, wohl wissend, dass sie in der Regierung nicht sozialer als sie handeln wird. Das nennt man Zynismus, Heuchelei und Wählerbetrug. Sie gehören zwar zum Geschäft jeder Partei, aber nur für die SPD sind sie von existenzieller Bedeutung. Sie steht und fällt mit ihnen. Deshalb ist sie moralisch verkommen wie keine andere unserer Parteien. Es ist wirklich höchste Zeit, dass sie endlich geht.
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Lafontaine: Der Mann mit dem Spiegel
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Viel Feind, viel Ehr′ - sagt das bekannte Sprichwort. Sollte es stimmen, dann kann sich kaum jemand in unserem Land so vieler Ehre rühmen und brüsten, wie Oskar Lafontaine. Nach jedem seiner Schritte ertönt ein heller Aufschrei und bricht blankes Entsetzen aus. Mit einem Wort: Feinde wie Sand am Meer. Und nicht irgendwelche Feinde, nein. ... Er hat richtige Feinde, knallharte Burschen.
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Sind sie also doch keine Unmenschen?
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Die Manager sind Menschen, die selber Juristen sind und Zeit und Mittel haben, alles was sie tun, juristisch so zu verpacken, dass es gerichtlich später kaum anfechtbar ist. Das ist in der Tat ihre einzige Fähigkeit, die sich mit handfesten Tatsachen belegen lässt. Alles andere, was über sie berichtet wird, lässt sich zwischen PR- Propaganda und Märchen einordnen. Eine neue Erkenntnis ist dies nicht. Es ist bekannt (oder es sollte sein), dass die Frühliberalen - von Adam Smith, über John Stuart Mill bis Alfred Marshall - von keiner anderen sozialen Gruppe eine so schlechte Meinung hatten, wie von der Managerklasse.
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Die Rückkehr der Herrenmoral und der Klassengesellschaft
Nach dem 30-jährigen Krieg gegen den Sozialstaat und die Demokratie |
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Seit drei Jahrzehnten jagt eine Reform die nächste. Uns geht es aber nicht besser,
sondern immer schlechter. Was heißt hier aber uns? Denjenigen, die sich mit Leib und Seele für diese
Reformen einsetzen, geht es doch hervorragend - so gut wie noch nie zuvor. Alles nur ein reiner Zufall? So viele
Zufälle kann es nicht geben. Wenn wir im Folgenden den Reformern die Maske herunter reißen, wird sich
herausstellen, dass sie schon von Anfang an nur eine kühl geplante und rücksichtslos durchgesetzte Strategie
der Umverteilung von unten nach oben waren - eine „institutionelle Räuberei“. Die Reichen haben nach
dem Zusammenbruch des Kommunismus aufgehört sich zu ängstigen und dem Volk den Klassenkrieg erklärt, den sie -
zumindest vorläufig - auch gewonnen haben.
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Unsere „Machteliten“, unser Verhängnis
Gott, verzeihe ihnen nicht, denn sie wissen was sie tun! |
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Sie sind über alle Maßen zerstörerisch: unsere „Eliten“. Mit ihren Reformen
zerschlagen sie gewachsene Strukturen, ohne zu wissen, wo es hingehen soll. Nacheinander werden der Sozialstaat,
unsere Moral, unsere Werte, die Sicherheit der Menschen und die Demokratie zur Disposition gestellt. Und sie
arbeiten auf eigene Rechnung - unsere „Eliten“. Früher waren wir wirtschaftlich und sozial stark,
doch die Dummheit unserer Führungskräfte aus Politik und Publizistik, aus Wissenschaft und Wirtschaft berauben
das Land seiner Kraft. Ein Netzwerk raffgieriger und mittelmäßiger „Eliten“ droht uns zu Grunde
zu richten. Es sind diejenigen, die uns seit Jahr und Tag einreden, dieses Land sei am Ende, nur damit sie ihr
Ideal einer Raubtierwirtschaft besser durchpeitschen können. Es sind dieselben, die lauthals die Zustände
beklagen, die sie selbst verursacht haben. Und sie tragen prominente Namen: Schröder, Merz, Ackermann, Hundt,
Miegel, Berger, Sinn, Köhler, Merkel und viele andere.
( in Vorbereitung )
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Das deformierte Denken unserer „Experten“
Wie viel geistige Prostitution verträgt eine Gesellschaft? |
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Unsere Naturwissenschaftler sind weltweit bekannt, bewundert und geehrt. Und es sind
viele. Versuchen wir erst gar nicht, sie aufzuzählen - es würde lange dauern. Was für eine Ehre für ein Volk!
Ganz anders bei den Geisteswissenschaftlern. Alle - Kant eventuell ausgenommen - sind bereits von ihrem Sockel
gestoßen worden. Hätten sie sich als Scharlatane oder nur Versager erwiesen, wäre dies schon schlimm genug.
Die wichtigste Anklage lautet aber: Sie waren nie emanzipatorisch, sondern großkotzig-elitär, nie demokratisch,
sondern brutal-despotisch, nie Freiheitskämpfer, sondern Lakaien und Söldner an den Höfen der Macht. Man würde
kaum übertreiben, wenn man sie als geistige Brandstifter und Schreibtischtäter bezeichnet. Das gilt für unsere
bekannte Denker der frühen Moderne, die sich der Geschichtsphilosophie verpflichtet haben, und erst recht für
die heutigen neoliberal gesinnten Experten, Professoren, Wirtschaftsweisen, Finanzgurus oder wie auch immer sie
heißen. Was für eine Schande für ein Volk!
( in Vorbereitung )
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Die (neoliberale) Revolution frisst ihre Kinder
Die Globalisierung und die Abwicklung des Mittelsandes |
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Die Unterschichten stellten nie eine Gefahr für den Fortbestand einer Ordnung. Es sei
denn, sie wurden von den Mittelschichten organisiert und mit überzeugenden Ideen versorgt. Die Macht- und
Wirtschaftseliten haben dies in den letzten Jahrzehnten offensichtlich begriffen und das Richtige getan, um so
etwas zu verhindern. Ihre Strategie hieß Globalisierung. Mit falschen Versprechungen und Verheißungen, mit dem
Gequatsche über die neuen Freiheiten, die den Leistungswilligen und Gebildeten ungeahnte Chancen öffnen würden,
haben sie die „neue Mitte“ für sich gewonnen und mit ihr die Unterschichten sozial und ökonomisch
zugerichtet. Nachdem dies erreicht wurde, konnten die Macht- und Wirtschaftseliten dasselbe mit der
„neuen Mitte“ tun.
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