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  1. Phase des ökonomischen Zyklus der Marktwirtschaft: Die Depression (Krise)
  Die Deflation als der sichere Weg von der Depression in den Untergang
       
 
Der Überfluß an Produkten führt zunächst, wegen der gesenkten Preise, einen höheren Verbrauch herbei. Das Endergebnis wird dadurch aber nicht verbessert. ... Die Reichen glauben, als Verbraucher verdient zu haben, indem sie Waren billiger erwarben, die sie ursprünglich gar nicht hätten kaufen wollen. Unter den Reichen allerdings gibt es auch Produzenten, und als Produzenten verlieren sie dann mehr als sie gewinnen.
 
  J. C. L. Simonde de Sismondi,  ein Nationalökonom und Historiker, der Begründer der Nachfragetheorie    
       
 
So ist die Inflation ungerecht, die Deflation hemmend. Von den beiden ist vielleicht die Deflation die schlimmere; denn es ist in einer verarmten Welt schlimmer, Arbeitslosigkeit hervorzurufen, als den Rentier zu enttäuschen.
 
  John M. Keynes,  Ein Traktat über Währungsreform, 1924    

Die Marxsche Theorie von der tendenziellen Verelendung der Arbeiterklasse hat sich nicht als richtig erwiesen. Laut dieser Theorie sollte die reale Kaufkraft der Löhne im Kapitalismus tendenziell sinken, aber dies ist nicht aufgetreten. Daran wollte später nicht einmal Engels, der treueste Freund und Mitstreiter von Marx, mehr glauben. Er wagte es sogar, die Mechaniker, Zimmerleute, Tischler und Bauarbeiter als englische „Arbeiteraristokratie“ zu bezeichnen. Nachdem sich also die absolute Verelendung der Arbeiterklasse als falsch erwiesen hat, sprechen die Marxisten von der relativen Verelendung. Es wird zugegeben, dass es einen langsamen Anstieg der realen Löhne gibt, aber der Anteil der Löhne am gesamten Nettoeinkommen der Volkswirtschaft, also die Lohnquote, würde angeblich tendenziell sinken. Wie passt beides zueinander?

Wenn die Produktivität steigt und damit auch das gesamte Nettoeinkommen der Volkswirtschaft, ist dies kein Widerspruch. Dann können Löhne real steigen, auch wenn ihr Anteil am gesamten Nettoeinkommen immer kleiner wird. Die Flut muss in der Tat nicht alle Boote gleich heben. Aber auch diese relative Verarmung der Lohnabhängigen hat sich nicht als ein eindeutiger langfristiger Trend erwiesen. Die empirischen Untersuchungen sagen, dass sich die Lohnquote in den westlichen kapitalistischen Ländern (fast) immer im Bereich zwischen 50% und 70% bewegt hat. Meistens liegt sie in der Nähe der unteren Grenze, nur im „goldenen Zeitalter“ des Kapitalismus nach dem Krieg ist sie schnell gestiegen, so wie nie zuvor. Nach der neoliberalen Konterrevolution fällt sie wieder, was die Marxisten als späte Bestätigung ihrer Prognosen sehen. In Deutschland ist dieses Sinken der Lohnquote besonders deutlich zu sehen.

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Aber daraus lässt sich trotzdem noch nicht auf einen eindeutigen Trend schließen. Man kann eher sagen, dass der Kapitalismus zu seinem „normalen“ Zustand zurückkehrt, zur Klassengesellschaft, so wie wir ihn vor der Großen Depression  kennen. Das ist eigentlich alles, was sich über die langfristige Lohnquote zusammenfassend sagen lässt. Betrachtet man die Lohnquote aber innerhalb des ökonomischen Zyklus, stößt man auf ein Paradox, das sich mit der Produktivitätsentwicklung nicht erklären lässt. Es geht um Folgendes:

Es ist nichts Besonderes daran, dass die Löhne während des Aufschwungs und der Hochkonjunktur steigen. Wann sonst hätten sie überhaupt steigen können, wenn nicht bei der wachsenden Nachfrage nach Arbeitskräften. Es kann durchaus passieren, dass die realen Löhne kurzfristig sogar schneller als die Produktivität steigen, so dass dann auch die Lohnquote ein bisschen steigt, aber dies muss nicht immer der Fall sein. In Deutschland fiel sie sogar während der besten Jahre der Weltkonjunktur. Dies verwundert schon ein bisschen, aber für eine echte Überraschung sorgt etwas anderes, was wir auch nach der „Finanzkrise“ im Herbst 2008 erlebet haben. Wenn eine theoretische Erklärung der ökonomischen Zyklen dieses Paradox nicht löst, ist sie nicht einmal seriös.

„Das Volkseinkommen ... ist 2009 erstmals seit der Wiedervereinigung gesunken, und zwar um 4,0% auf 1.811 Milliarden Euro. Dabei sank das Arbeitnehmerentgelt nur geringfügig unter das Niveau des Vorjahres (– 0,2% auf rund 1.223 Milliarden Euro). Dagegen gingen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen 2009 deutlich um 11,0% zurück und betrugen nur noch 588 Milliarden Euro. Die Lohnquote, die den Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen misst, stieg demzufolge gegenüber dem Jahr 2008 um 2,5 Prozentpunkte auf nunmehr 67,5%.“ ... >

Dies ist auf den ersten Blick eine sehr widersprüchliche Erscheinung. Oder könnte es sich doch nur darum handeln, dass es während des Absturzes zu einem erheblichen Produktivitätsrückgang gekommen ist? Im Rahmen der neoliberalen Theorie wäre eine solche Annahme zumindest nicht problematisch. Im Kopfe des neoliberalen Ökonomen - wie wir es schon erörtert haben - ist die Produktion und der Wechsel der Produktionsmethoden („Techniken“) so etwas wie ein Shoppen. In vollem Ernst sagt uns etwa Wilhelm Röpke (1899-1966):

„Die Produktion ist im Grunde nichts anderes als ein ständiges Tauschgeschäft mit der Natur, bei dem wir unsere Aufwendungen zu möglichst vorteilhaften Bedingungen gegen die erzeugten Produkte einzutauschen suchen ... Umgekehrt läßt sich aber auch sagen, daß der Austausch nichts anderes als eine Produktion, als eine Beschaffung von Gütern ist, bei der wir Opfer bringen, um uns in den Besitz eines Gutes zu setzen.“ ... >

Wir dürfen nicht übersehen, dass Röpke nicht irgendjemand war, sondern einer, der seit dem Tode von Walter Eucken als Haupt der neoliberalen Schule in Deutschland galt und bis heute zu den Größten seiner Zunft - in Deutschland natürlich - zählt. Das ist wirklich deprimierend. Man kann manchmal fast nicht glauben, mit welchem Wahnsinn die Köpfe dieser Menschen geschlagen sind. Die Produktion ist ganz bestimmt kein Tausch. Sie hat so gut wie nichts mit Lust und Laune zu tun, und schon gar nicht mit der Qual der Wahl. Wenn die Entscheidung über die Investitionen gefallen ist, ist die Produktion ein fast deterministischer Prozess, und auch wenn es später „nur“ zu einer Umstellung der Produktionsverfahren („Technikwechsel“) kommt, ist sogar dies eine zeitraubende und verlustreiche Angelegenheit. Deshalb lässt sich endgültig ausschließen, dass die paradoxe Steigerung der Lohnquote nach dem Konjunktureinbruch etwas mit einem objektiv verursachten Produktivitätsrückgang zu tun haben kann. Aber wie lässt sich dieser kurzfristige Anstieg der Lohnquote dann erklären?

Im Rahmen aller bisherigen Theorien der ökonomischen Zyklen - ohne jetzt die monetären Nachfragetheorien auszunehmen - lässt sich dieses „Paradox“ gar nicht erklären. Das einzige, was den Theoretikern je eingefallen ist, war, die Gewinne während der Hochkonjunktur auf die eine oder andere Weise in Frage zu stellen bzw. zu leugnen. Diese hat es angeblich real nie gegeben, so dass die Lohnquote eigentlich nicht gestiegen ist, sondern sie war schon während der Hochkonjunktur hoch - zu hoch. Bei den hohen Gewinnen während der Hochkonjunktur handelte sich angeblich immer nur um eine gestörte Wahrnehmung der Realität und um missratene Statistiken. Und was hat man sich schon alles ausgedacht, um mit diesen „Irrtümern“ aufzuräumen.

Die Disproportionalitäten sind der älteste Kunstgriff, die Gewinne während der Hochkonjunktur abzustreiten. Was damals für Gewinne gehalten wurde, beruhte angeblich immer nur auf Fehlern bei der Bewertung der neuen Investitionen. Oder es wird behauptet, dass diese Gewinne nur eine Illusion waren, die der Staat durch seine falsche Wirtschaftspolitik der niedrigen Zinssätze (Mises, Hayek) entfacht hat. Man kann natürlich auch die Investoren selbst bzw. ihren blinden Optimismus beschuldigen. Wenn die ökonomische Lage und damit auch die Stimmung gut ist, verwechselt man schnell Wünsche mit der Realität. Es werden Hoffnungen erweckt, die nur enttäuscht werden können. Wen soll es also wundern, dass die Ökonomen so gerne nach der Psychologie greifen („animal spirits“), wie der Betrunkene nach der Laterne.

Alle diese Versuche, die Gewinne herunterzureden, sind aber falsch. Es entspricht zweifellose der Realität, dass die Produktivität der Wirtschaft während der Hochkonjunktur steigt, was an der steigenden Produktion von Konsumgütern deutlich zu sehen ist. In dieser Zeit steigt bekanntlich nicht nur der Verbrauch der Lohnabhängigen, sondern auch die Reichen befinden sich in einem echten Konsumrausch. Dies wird in aller Deutlichkeit am reißenden Absatz bei allen Luxusgütern sichtbar. Und die Werkstätten können diese Güter problemlos immer weiter in gleicher Menge und in der gleichen Qualität produzieren - sie haben sogar noch Reserven für die Steigerung ihrer Produktion. Was kann dann in der Wirtschaft produktionstechnisch falsch laufen? Gar nichts. Die angeblich fatalen Disproportionalitäten waren schon immer nur Halluzinationen von realitätsfremden Theoretikern. Es gibt keinen produktionstechnischen Grund, warum sich das Produktionsniveau der Hochkonjunktur nicht immer weiter fortsetzen könnte. Wenn die Marktwirtschaft dann trotzdem abstürzt, liegt dies alleine an ihrer Funktionsweise. Aber das wollen wir nicht jetzt vertiefen. Zu den Ursachen des Absturzes, der zu einer der vier Phasen des ökonomischen Zyklus gehört, werden wir später mehr sagen. Jetzt sind wir noch bei der Depression, und wir versuchen dem Verschwinden der Gewinne auf die Spur zu kommen.

Die mikroökonomischen Erklärungen der steigenden Lohnquote bei gleichen Löhnen

Es ist kein Problem, eine betriebswirtschaftliche Erklärung zu finden, mit der sich verdeutlichen lässt, wie das Verhältnis zwischen Gewinn und Lohnkosten sich in kurzer Zeit wesentlich verändern kann. Man braucht dabei nicht einmal auf die sogenannte „Erpressung“ der Lohnempfänger zurück zu greifen. Die Nominallöhne sind in Tarif- und Arbeitsverträgen über einen längeren Zeitraum, meist ein bis zwei Jahre, festgelegt und die Unternehmer wollen auch bei einem Absatzeinbruch, der ja vorübergehend sein könnte, ihre Mitarbeiter aus eigenem Interesse erst einmal behalten. Daraus ergibt sich eine temporäre „Starrheit der Nominallöhne nach unten“. Die Lohnkosten bleiben also trotz der sinkenden Einnahmen und Auslastung noch unverändert; der Unternehmer muss dafür Einbußen bei seinem Gewinn hinnehmen. Würden nach dem ökonomischen Abschwung viele Unternehmen in eine solche betriebwirtschaftliche Situation geraten, hätten wir eine - mikroökonomisch fundierte - Erklärung, warum die Lohnquote am Anfang der Depression steigt.

Der Zustand der starren Löhne dauert jedoch nicht lange. Wenn sich die Depression hinzieht, fallen auch die Löhne, sowohl real als auch nominal. Erinnern wir uns an die Große Depression:

„Mitte 1933 ... sanken die Häuserpreise um über ein Fünftel. Die Bauindustrie brach zusammen. ... In Detroit beschäftigte die Autoindustrie nur noch halb so viele Arbeiter wie 1929, und das zu halben Löhnen. Die Auswirkungen der Krise sind heute kaum noch vorstellbar: das bittere Elend wahrer Massenarbeitslosigkeit, die Erbärmlichkeit der Suppenküchen, die verzweifelte nomadenhafte Suche nach nicht vorhandener Arbeit.“ ... >

Angesichts der sinkenden Löhne ließe sich folgern, dass es sich dann wieder lohnen würde zu investieren, sogar noch mehr als vor der Depression. Aus der neoliberalen Theorie würde dies unbedingt folgen. Aus der Erfahrung wissen wir jedoch, dass dies so gut wie nie der Fall ist. Wo bleiben nur die Gewinne, wenn die objektiven Produktionsbedingungen sich zumindest wesentlich nicht verschlechtert haben und die Löhne nicht mehr starr sind, sonder begonnen haben nach unten zu rutschen?

Man kann sie mikroökonomisch auch mit der Senkung der nominalen Preise bei den Gütern erklären. Hier haben die Nachfolger von Keynes (Don Patinkin, Robert Clower, Axel Leijonhufvud) den festen Ankerpunkt für die Erklärung der Stagnation gesucht. Man bezeichnet diese Ökonomen auch als „Imperfektionisten“. In ihren „Fixpreismodellen“ wird den Lohnabhängigen nicht die absichtliche Störung des Marktes vorgeworfen, wie in dem neoliberalen Gleichgewichtsmodell, aber im Endergebnis kommt man auf dieselbe Ursache des Problems: Die realen Löhne sind zu lange zu hoch. Nachdem Keynes’ Abkömmlinge zu diesem Punkt gelangt sind, gab es für die Nachfragetheorie keine Chance mehr, sich aus der tödlichen Umarmung des neoliberalen Gleichgewichtsmodells zu befreien. In der guter Absicht, die Keynessche Makroökonomie auf mikroökonomische Grundlagen zu stellen, haben Keynes’ Abkömmlinge die Theorie des Meisters endgültig versenkt.

Solange man nicht nachweisen kann, dass ein Konjunktureinbruch etwas mit objektiven Produktionsbedingungen etwas zu tun hat, ist auch die temporäre „Starrheit der Nominallöhne nach unten“ ein nicht ernst zu nehmender Ansatz, um die ökonomischen Zyklen zu erklären. Dass die Deflation trotzdem Probleme verursacht, lässt sich jedoch nicht abstreiten. Diese Erfahrung haben schon die ältesten Ökonomen gemacht, und seitdem stellte man immer wieder fest, dass es während der Deflation, und zwar trotz der sinkenden Löhne, immer sehr schwierig ist die Wirtschaft auf den Wachstumspfad zu bringen. Wir bieten jetzt dafür eine richtige nachfragetheoretische makroökonomische Erklärung, und zwar eine mikroökonomisch fundierte.

Die Deflation als Verursacher des Nachfragemangels in der stationären Wirtschaft

Als wir untersucht haben, warum das Sparen und Investieren während der Depression Nachfragemangel verursachen, sind wir analytisch vom stationären Zustand ausgegangen. Keiner will natürlich behaupten, dass die Wirtschaft in der Depression einem stationären Zustand genau entspricht. Er ist aber als eine erste Annäherung an die Realität theoretisch empirisch vertretbar und analytisch erlaubt. Wir haben dies auch näher begründet. Einerseits ist die Wirtschaft auch während der Depression, trotz aller Missstände, immer noch ein funktionierendes Ganzes, und andererseits kann eine wissenschaftliche Analyse nur als ein „System der Erkenntnisse“ (Kant), oder einfacher gesagt als Modell, betrieben werden. Viele Möglichkeiten eines solchen systematischen Denkens in der Wirtschaftswissenschaft stehen nicht zur Verfügung, eigentlich sind es bisher nicht mehr als zwei: Man kann nämlich im Rahmen des partikel-mechanischen oder des kreislauftheoretischen Modells denken. Etwas anderes ist bisher keinem eingefallen. Die mathematischen Ein- oder Zweigutmodelle - etwa Cobb-Douglas und die vielen anderen - sind keine Wissenschaft, sondern nur eine moderne Alchemie.

Wir haben uns natürlich für das kreislauftheoretische Modell entschieden. In seinem Rahmen lässt sich die allgemeine Gleichung des Sparens herleiten die eine große Hilfe ist. Zur Erinnerung: Sie sagt uns, dass die Wirtschaft nur dann im Gleichgewicht bleibt, wenn die Ersparnisse (S′) und die Investitionen (I′) dem Wert  YK  entsprechen, also dem nominalen Zuwachs an Produktionsgütern in der betrachteten Reproduktionsperiode. Die allgemeine Gleichung des Sparens ermöglicht es uns, manche allgemein gültigen Schlussfolgerungen zu ziehen, ohne dass man einen übermäßigen analytischen Aufwand betreiben muss. Dies ist auch der Fall, den wir gerade untersuchen, wenn in einer stationären Wirtschaft die Preise sinken. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Gleichung des Sparens kann man dann nämlich folgende Schlussfolgerung herleiten:

Wenn eine Wirtschaft eine immer gleiche (reale) Menge von Gütern produziert, ihre (nominalen) Preise aber fortlaufend fallen, ist ihre Größe  YK  ständig negativ, so dass der Markt nur dann geräumt werden kann, wenn ständig entspart und desinvestiert wird.

Diese Schlussfolgerung ist so verblüffend einfach, dass man an sie - wenn man der allgemeinen Gleichung des Sparens nicht ein uneingeschränktes Vertrauen schenkt - nur schwer glauben will. Man ist in der Tat immer gut beraten, an die Schlussfolgerungen aus sehr abstrakten Überlegungen zu zweifeln. Die ganze Erfahrung mit der Metaphysik zeugt davon, dass die sehr allgemeinen Aussagen kaum etwas über die Realität aussagen: sie sind nicht universal, sondern leer. Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als wieder einmal auf unser numerisches Beispiel zurückzugreifen.

Erwähnen wir zuerst, dass wir dieses numerische Beispiel schon einmal auch dazu benutzt haben, um herauszufinden, was nach der Preisänderung in einer Wirtschaft gleichgewichtstheoretisch geschieht.dorthin Wir haben es uns aber damals einfacher gemacht, und nur eine einmalige Preissenkung in Betracht gezogen. Jetzt wollen wir, dass in der Wirtschaft über mehrere Reproduktionsperioden hinweg die Preise fallen. Dies zu untersuchen ist auch deshalb wichtig, weil so etwas in der Wirklichkeit nicht selten vorkommt. Wir werden die Preissenkung in zwei Konstellationen untersuchen. Zuerst werden wir während der Preissenkung real nichts ändern, so dass sich die Wirtschaft die ganze Zeit in einen stationären Zustand befinden wird, dann werden wir die Preissenkung auch noch mit dem - bereits erörterten - Wachstum kombinieren.

Im Vorhinein machen wir uns einige allgemeinen Gedanken über die Preise, und zwar vor dem Hintergrund unseres numerischen Beispiels. Dieses Beispiel hat drei Sektoren, die zum Ausdruck bringen, dass wir eine arbeitsteilige Wirtschaft im Sinne haben. Die Produktion in jedem dieser Sektoren ist dank verschiedenen Aktivitäten der Menschen möglich, die dort ihre Nettoeinkünfte beziehen (10001, 10002, 20003). Stellen wir uns jetzt vor, jemand sagt uns, er habe andere Zahlen für diese Einkünfte genommen und er behauptet, dass auch mit ihnen dieselbe Wirtschaft beliebig lange in einem gleichen stationären Zustand bleiben würde. Wie können wir prüfen, ob er uns wirklich die Wahrheit sagt, ob sich seine Zahlen wirklich auf dieselbe Wirtschaft beziehen?

Wir würden zuerst prüfen, ob auch mit diesen Zahlen bei jedem Sektor die Inputs gleich den Outputs sind und ob die Summe der Nettoeinkünfte gleich dem Wert der produzierten Konsumgüter ist. Aber auch wenn dies stimmen würde, müssten sich diese Zahlen noch nicht auf die Wirtschaft unseres Beispiels beziehen. Darüber hinaus müsste der Sektor 2 seine ganze Produktion dem Sektor 1 ausliefern und dieser 3/7 seiner Produktion dem Sektor 2 und 4/7 dem Sektor 3. Solche Zahlen haben wir als distributive Koeffizienten bezeichnet. Sie legen eindeutig fest, welche Produktionsmethoden die Sektoren benutzen. Jede Zahlenkombination, die allen diesen Bedingungen genügt, bezieht sich mit Sicherheit auf die produktionstechnischen Gegebenheiten unseres dreisektoralen Beispiels und mit ihr würde zugleich auch ein stationärer Zustand möglich. Der Mathematiker, der sich in unsere Problematik eingearbeitet hat, würde uns dazu sagen können, dass das Gleichgewicht einer jeden Wirtschaft durch die distributiven Koeffizienten und die Nettoeinkünfte vollständig und eindeutig bestimmt ist:

  schemav3  
Distributive Koeffizienten:
δ   1 2 3
      Sektor 1     Sektor 2     Sektor 3  
  1     Sektor 1:   0 3/7 4/7
  2     Sektor 2:   1 0 0
  3     Sektor 3:   0 0 0
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Der Mathematiker wird uns des Weiteren auch sagen können, dass sich für diese Koeffizienten unendlich viele Lösungen für die Preise finden ließen, bei denen das System im Gleichgewicht bleiben würde. Für mathematisch interessierten Leser hier weiter.

Wenn wir über diese mathematische Aussage nachdenken, fällt uns schnell ein, dass die distributiven Koeffizienten es uns möglich machen, die Preisänderungen zu untersuchen. Wir zeigen jetzt, wie eine solche Anwendung der distributiven Koeffizienten konkret aussieht. Wir werden jetzt Schritt für Schritt vorgehen und verfolgen, was geschieht, wenn in unserem dreisektoralen Wirtschaftsmodell die Preise fortlaufend sinken, ohne dass sich dabei etwas real verändert hat. Zuerst stellen wir mit zwei Tabellen den Ausgangszustand dar:

       
t + 1 Produktionsprozess
 
  Sektor 1: 
  Sektor 2:
  Sektor 3:
    K  Ÿ     Y    
    2500.00  +  1000    =    3500.00    
    1500.00  +  1000    =    2500.00    
    2000.00  +  2000    =    4000.00    
                       
Kapitalbeschaffung 
      für Reproduktionsperiode  t + 2
  K1t+2  =  δ21 Y2t+1  =    1 • 2500.00  =  2500.00  
  K2t+2  =  δ12 Y1t+1  =  3/7 • 3500.00  =  1500.00  
  K3t+2  =  δ13 Y1t+1  =  4/7 • 3500.00  =  2000.00  
 

Was uns diese Tabellen zeigen, ist der stationäre Zustand, der sich bereits  t  Reproduktionsperioden lang ohne reale und preisliche Änderungen wiederholt hat. Das soll sich ändern. In der nächsten Reproduktionsperiode sollen die Preise fallen. Heben wir noch einmal hervor, dass sie aus mehreren Gründen fallen: bei einer längeren Depression hauptsächlich wegen der Lohnsenkungen. Die Große Depression bestätigt dies besonders überzeugend. Alle kapitalistischen Staaten erlebten damals jahrelang einen Preisverfall, wie es die folgenden Graphiken zeigen.

     
    Großhandelsindexziffern in verschiedenen Ländern auf Goldbasis 1927-1930 (1913 = 100) ... >    

Nur Russland blieb von dieser Deflation verschont, aber dort gab es nun keine freie Marktwirtschaft mehr, so dass diese Ausnahme unsere Untersuchung gar nicht betrifft. In dieser Zeit haben die kapitalistischen Regierungen alle Werkzeuge aus der Folterkiste der Neoliberalen eingesetzt, um aus der allumfassenden wirtschaftlichen Katastrophe herauszukommen. Ohne Erfolg. Die Lage hat sich nur immer weiter verschlechtert und die Preise fielen immer mehr. Warum sollte man die Preise auch nicht fallen lassen, hat man sich damals bestimmt gedacht, wenn das Preisniveau - die neoliberale Theorie behauptet dies ausdrücklich - keinen Einfluss auf das reale Wirtschaften und das Gleichgewicht hat. Auf die wahnsinnigste aller wahnsinnigen Ideen dieser Zeit kam jedoch der deutsche Kanzler Brüning.

„Um den Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu kompensieren ... , griff Brüning nun zu den härtesten Deflationsmaßnahmen seiner Regierungszeit. Das deutsche Preis- und Lohnniveau sollte um 20 Prozent gesenkt werden. ... Die dritte Notverordnung zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 6. Oktober und die vierte vom 8. Dezember 1931 dienten diesem Ziel. Löhne und Gehälter wurden per Dekret abgesenkt.“ ... >

Diese Notverordnung wurde mit der sprichwörtlichen deutschen Gründlichkeit exekutiert, und die Folgen waren dementsprechend gründlich katastrophal. Wozu brauchte Brüning damals diesen Unsinn? Fritz Fischer, ein deutscher Historiker, der mit seinen Forschungen über die deutsche Politik während der Weltkriege die bekannte Fischer-Kontroverse auslöste, sah im Kanzler Brüning nur einen Büttel der deutschen Wirtschaftskapitäne und Adeligen:

„Seine kombinierte Lohn- und Preissenkungspolitik führte zu einer immer größeren Schrumpfung der Wirtschaft mit entsprechend steigenden Zahlen der Arbeitslosen, deren Not die NSDAP auszunutzen suchte. Obwohl diese Wirtschaftspolitik Brünings weitgehend die Krise verstärkt hat, ging sie den Industrieführern doch nicht weit genug; sie forderten eine zweite Lohnsenkungsrunde und Verzicht auf Preissenkungsaktion und ließen Brüning, als er dies nicht energisch genug betrieb, im Herbst 1931 fallen.“ ... >

Die Deflation war natürlich nur eine der vielen damaligen Maßnahmen - heute würde man diese als „Reformen“ bezeichnen - gegen den Sozialstaat und die Arbeiterschaft. Wir haben über die deutsche Deflation aus empirischer Sicht schon einiges gesagt,dorthin jetzt wollen wir erklären, warum sie der Weimarer Wirtschaft den Todesstoß versetzt hat. Wir weisen analytisch genau nach, dass Deflation Kaufkraft bzw. Einkünfte vernichtet und von der Nachfrageseite her die Produktion erwürgt.

Die letzten zwei Tabellen gelten für die letzte Reproduktionsperiode unseres Beispiels, in der sich die Preise nicht ändern. In jeder weiteren Reproduktionsperiode sollen nun die Nettoeinkünfte, wozu auch die Löhne zählen, um 2% schrumpfen. Das Schrumpfen der Nettoeinkünfte kann viele Gründe haben, so genau wollen wir es jetzt aber nicht wissen. Uns geht es nur um die Auswirkungen der Preissenkung, unabhängig davon, weshalb die Preise fallen. Die folgenden zwei Tabellen zeigen, was sich in der Reproduktionsperiode t+1 nach der Preissenkung geändert hat:

In der linken Tabelle haben wie alle Nettoeinkünfte um 2% gesenkt, so dass auch der Wert der Güterproduktion aller Sektoren gesunken ist. Weil wir in dieser und auch in den folgenden Reproduktionsperioden real nichts ändern wollen, sollen alle Sektoren auch nach der Preissenkung immer gleiche Mengen von Produktionsgütern bekommen. Dies wird immer dann erreicht, wenn die Verteilung der hergestellten Produktionsgüter nach den gleichen distributiven Koeffizienten erfolgt wie in allen früheren Reproduktionsperioden. In der rechten Tabelle wird dies quantitativ genau dargestellt.

Wir wollen aber auch wissen, wie die Preissenkung das Gleichgewicht beeinflusst hat. Eine vollständige Auskunft über alle Tauschvorgänge in dieser Reproduktionsperiode kann uns die Tauschtabelle bieten. Wir wissen schon, wie eine solche Tabelle entworfen wird, es kann aber nicht schaden, dass wir uns daran noch einmal erinnern. Wir fangen mit dem Entwurf ihres oberen Teils an. Die Werte, die wir für sie benötigen, entnehmen wir aus den obigen zwei Tabellen.

       
t + 1 Produktionsprozess
 
  Sektor 1: 
  Sektor 2:
  Sektor 3:
    K Ÿ t  -   2% Y    
    2500.00  +  1000 • 0.98  =  3480.00    
    1500.00  +  1000 • 0.98  =  2480.00    
    2000.00  +  2000 • 0.98  =  3960.00    
                     
Kapitalbeschaffung 
      für Reproduktionsperiode  t + 2
  K1t+2  =  δ21 Y2t+1  =    1 • 2480.00  =  2480.00  
  K2t+2  =  δ12 Y1t+1  =  3/7 • 3480.00  =  1491.43  
  K3t+2  =  δ13 Y1t+1  =  4/7 • 3480.00  =  1988.57  
 

In der linken Tabelle haben wie alle Nettoeinkünfte um 2% gesenkt, so dass auch der Wert der Güterproduktion aller Sektoren gesunken ist. Weil wir in dieser und auch in den folgenden Reproduktionsperioden real nichts ändern wollen, sollen alle Sektoren auch nach der Preissenkung immer gleiche Mengen von Produktionsgütern bekommen. Dies wird immer dann erreicht, wenn die Verteilung der hergestellten Produktionsgüter nach den gleichen distributiven Koeffizienten erfolgt wie in allen früheren Reproduktionsperioden. In der rechten Tabelle wird dies quantitativ genau dargestellt.

Wir wollen aber auch wissen, wie die Preissenkung das Gleichgewicht beeinflusst hat. Eine vollständige Auskunft über alle Tauschvorgänge in dieser Reproduktionsperiode kann uns die Tauschtabelle bieten. Wir wissen schon, wie eine solche Tabelle entworfen wird, es kann aber nicht schaden, dass wir uns daran noch einmal erinnern. Wir fangen mit dem Entwurf ihres oberen Teils an. Die Werte, die wir für sie benötigen, entnehmen wir aus den obigen zwei Tabellen.

   
1 2 3
 
4 5
 
 
ANGEBOT 
  Sektor 1     Sektor 2     Sektor 3  
t + 1
  Sektor 1     Sektor 2     Sektor 3  
NACHFRAGE  
  1
  2
  3
  Sektor 1     
  Sektor 2     
  Sektor 3     
    1491.43   1988.57  
2480.00          
?   ?   ?  
=
=
=
    2480.00          ?      
1491.43        ?
1988.57        ?
       Sektor 1    
       Sektor 2    
       Sektor 3    
  4
                     Ÿ :  
980.00    980.00   1960.00  
 

Wenn wir uns an die Annahme halten, dass die Wirtschaft auch weiterhin auf allen ihren Ebenen im Gleichgewicht bleibt, lassen sich die unbekannten Werte für die markierten Felder eindeutig bestimmen. Wenn nämlich die Sektoren 1 und 2 ihre restlichen Einkünfte vollständig und unverzüglich für den Kauf der Konsumgüter des Sektors 3 ausgeben, gibt es nur je einen in Frage kommenden Wert für die obigen zwei Felder in der Spalte 6, und zwar 1000 bzw. 988.57. Diese Spalte stellt das Angebot des gesamten Sektors 3 dar, woraus folgt: Was die Sektoren 1 und 2 von der gesamten Produktion (3960) nicht gekauft haben, muss der Sektor 3 - der Konsumgüterhersteller - selbst verbrauchen. Wir nehmen jetzt einfach an, er will dies auch tun. Daraus ergibt sich der Wert 1971.43 des untersten Feldes der Spalte 6. Jetzt brauchen wir nur noch die linke Hälfte der Zeile 3 zu bestimmen. Nach einer einfachen Überlegung stellen wir fest, dass die Spalte 6 mit der linken Hälfte der Zeile 3 übereinstimmt, so dass uns auch alle Felder dieser Zeile bekannt sind. Nun können wir unsere Tauschtabelle vervollständigen und die restlichen Werte ausrechnen.

   
1 2 3
 
4 5
 
 
ANGEBOT 
  Sektor 1     Sektor 2     Sektor 3  
t + 1
  Sektor 1     Sektor 2     Sektor 3  
NACHFRAGE  
  1
  2
  3
  Sektor 1     
  Sektor 2     
  Sektor 3     
    1491.43   1988.57  
2480.00          
1000.00   988.57  1971.43 
=
=
=
    2480.00   1000.00  
1491.43       988.57  
1988.57       1971.43  
       Sektor 1    
       Sektor 2    
       Sektor 3    
  4
                     Ÿ :  
980.00   980.00   1960.00  
   
    =    Zeile 4  -  Zeile 3
  5
       S'  bzw. I'  :  
-20.00   -8.57    -11.43  
   
 -40

Die Werte der Zeile 3 zeigen uns, wie viel jeder einzelne Sektor für Konsumgüter ausgegeben hat. In der Zeile 4 stehen die gesamten Nettoeinkünfte des jeweiligen Sektors. Subtrahieren wir die Werte dieser Zeile von den Werten der Zeile 3, haben wir herausgefunden, wie viel jeder Sektor aus eigenen Nettoeinkünften erspart bzw. investiert hat. Damit ist unsere Tauschtabelle komplett. Was lässt sich aus ihr gleichgewichtstheoretisch folgern?

Als wir das Wachstum untersucht haben, musste nur der Sektor 3 entsparen und desinvestieren - also einen Teil seiner Amortisation bzw. seines Kapitals aufzehren. Hätten wir damals noch annehmen können, der Sektor 3 würde die Güter, für die keine Nettoeinkünfte im System vorhanden sind, selber verbrauchen - er selber hat doch diese nicht absetzbaren Güter produziert -, würde jetzt nicht einmal dies für die Wahrung des Gleichgewichts genügen. Jetzt müssen dies sogar alle drei Sektoren tun. Nicht nur der Sektor 3 müsste jetzt einen Teil seiner Kapitalakkumulation aufzehren, sondern auch die anderen zwei Sektoren und dies in einer wirtschaftlich sehr prekären Lage. Wenn nämlich die Konsumgüterproduzenten Absatzprobleme haben, zögern sie mit den Investitionen, so dass sie die Absatzprobleme auf dem Markt der Produktionsgüter verursachen. Über die schwierige mikroökonomische Lage dieser Unternehmer haben wir oben schon etwas gesagt. Und gerade in einer solchen Lage hätte die Unternehmen entsparen und desinvestieren müssen. Wie ließe sich dies praktisch betrachtet überhaupt realisieren?

Die Kapital- oder Aktienbesitzer müssten sich das Geld von der Bank ausleihen. Die Banken hätten damit kein Problem. Für sie wäre es unbedenklich, das Geld zum Konsum den Menschen zur Verfügung stellen, die bei ihnen Einlagen (Ersparnisse) deponiert haben. Für die Banken würde dies im Grunde nichts anderes bedeuten, als von den Einlagen dieser Menschen etwas abzubuchen. Die Frage lautet aber, ob die Kapital- und Aktienbesitzer, also die Sparer, Lust hätten zu entsparen bzw. zu desinvestieren. Normalerweise tun sie so etwas nicht, und schon gar nicht würden sie Lust dazu bekommen, wenn die Preise fallen: Warum heute schon kaufen, wenn morgen alles billiger sein wird? Aber jetzt gehen wir nicht so weit. Wir lassen die Kapitalbesitzer doch entsparen und desinvestieren, damit unsere Wirtschaft weiterhin im Gleichgewicht bleibt, um unser Beispiel fortsetzen zu können. 

Am Anfang der Reproduktionsperiode t+2 stehen allen Sektoren genau gleiche Mengen von Produktionsgütern zur Verfügung wie in allen vorherigen Reproduktionsperioden, nur ihre Preise sind gefallen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Sektoren auch diesmal die gleichen Mengen der Güter herstellen werden können wie davor. Die Preise ihrer Güter sollen aber weiter fallen. Auch diesmal kürzen wir die Löhne bzw. die Nettoeinkünfte aller Sektoren um 2% - also jetzt zum zweiten Mal. Dann sieht die Tabelle links wie folg aus:

       
t + 2 Produktionsprozess
 
  Sektor 1: 
  Sektor 2:
  Sektor 3:
    K Ÿ t  -   2 mal  2% Y    
    2480.00  +  1000 • 0.98 • 0.98  =  3440.40    
    1491.43  +  1000 • 0.98 • 0.98  =  2451.83    
    1988.57  +  2000 • 0.98 • 0.98  =  3909.37    
                 
Kapitalbeschaffung 
      für Reproduktionsperiode  t + 3
  K1t+3  =  δ21 Y2t+2  =    1 • 2451.83  =  2451.83  
  K2t+3  =  δ12 Y1t+2  =  3/7 • 3440.40  =  1474.46  
  K3t+3  =  δ13 Y1t+2  =  4/7 • 3440.40  =  1965.94  
 

In der Tabelle rechts haben sich die distributiven Koeffizienten auch diesmal nicht verändert. Die Verteilung der fertigen Produktionsgüter ändert sich also wieder nicht, so dass alle Sektoren auch in der weiteren Reproduktionsperiode ihren Produktionsprozess unverändert wiederholen können. Wir können natürlich auch für die Reproduktionsperiode 2 eine Tauschtabelle zusammenstellen, auf die gleiche Weise wie vorhin, aber wir machen es uns jetzt leichter. Wir lassen uns diese routinemäßige Angelegenheit von unserem Algorithmus automatisch erledigen. Mann bekommt dann das folgende Ergebnis:

     Gleichgewichtsbedingung:   YK  =  I  =  S      Zuwachs der Konsumgüterproduktion
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
-40
 
-91
 
-152
 
-216
 
-100
-285
 
-103
-354
 
-104
-424
 
-104
-493
 
-103
-562
 
-102
-629
 
-101
-696
 
-99
-762
 
-97
-826
 
-96
-890
 
  t+1     t+2     t+3     t+4     t+5     t+6     t+7     t+8     t+9     t+10     t+11     t+12     t+13     t+14    
  YK 5960  5892  5809  5715  5615  5512  5408  5304  5201  5098  4998  4898  4801  4705 
  I1' -20   -28   -36   -39   -42   -43   -43   -43   -43   -43   -42   -41   -41   -40  
      +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +
  I2' -9   -17   -20   -24   -25   -26   -26   -26   -26   -26   -25   -25   -24   -24  
      +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +
  I3' -11   -23   -27   -31   -33   -34   -35   -35   -34   -34   -34   -33   -33   -32  
  I' -40   -68   -84   -94   -100   -103   -104   -104   -103   -102   -101   -99   -97   -96  

Wir stellen sofort fest, dass dieses Ergebnis unsere Schlussfolgerung anhand der allgemeinen Gleichung des Sparens einwandfrei bestätigt hat: Unsere Wirtschaft kann während der sukzessiven Preissenkung nur dann im Gleichgewicht bleiben, wenn ständig entspart und desinvestiert wird.

Dieses Ergebnis widerspricht diametral dem, was von der neoliberalen Theorie immer beteuert wird. Sie  verlangt auch während der Depression, dass die Kosten gesenkt werden, damit mehr gespart und investiert werden kann. Das hieß vor allem, dass Lohverzicht geübt werden soll, die Steuern gesenkt werden sollen und einiges mehr. Solche Maßnahmen bezeichnet man als angebotstheoretisch. Unsere Analyse hat nun eindeutig nachgewiesen, dass diese Forderungen sehr gefährlich sein können, weil sie in hohem Maße zu Preissenkungen führen, die dann selbst die Ursache der Krankheit sind, die man zu kurieren gedenkt. Während der Großen Depression hat sich die Verkehrtheit solcher angebotsorientierten Maßnahmen eindeutig erwiesen. Kein Land hat diese Maßnahmen so auf Teufel komm raus durchgesetzt wie Deutschland und damit das Volk zum Wahnsinn getrieben, so dass gerade im Lande der Denker und Dichter so etwas wie Hitler möglich wurde.

Das Zusammenwirken des Sparens (und Investierens) und der Deflation in der Depression

Unsere Untersuchung hat schon gezeigt, dass das Sparen und Investieren in einer depressiven Wirtschaft die Kaufkraft, also die Einkünfte vermindert und damit den Nachfragemangel verursacht. Es stimmt zwar, dass nach einer gewissen Zeit das Sparen und Investieren zu einem gleichgewichtigen Wachstum führt, aber der Übergang dahin ist problematisch. Für die Preissenkung haben wir herausgefunden, dass sie das Gleichgewicht noch stärker beeinträchtigt. Eine andauernde Deflation verursacht den Nachfragemangel nicht nur am Anfang, sondern in allen Reproduktionsperioden. Jetzt wollen wir diese zwei unterschiedlichen Phänomene in einem und demselben gedanklichen Kontext unterbringen. Würde uns dies nicht gelingen, dann hätten wir ein nicht geringes Glaubwürdigkeitsproblem. Eine Theorie, die aus verschiedenen Stücken besteht, mögen diese auch so gelungen sein, die aber nicht ein Ganzes bilden, ist weder logisch überzeugend noch praktisch brauchbar. Und auf den ersten Blick sieht es bei uns in der Tat so aus, als ob wir gerade ein solches Problem hätten. Als wir nämlich untersucht haben, wie die Wirtschaft in der Depression durch Sparen und Investieren wachsen kann, haben wir (implizit) technische Koeffizienten benutzt, bei der Analyse der Preissenkung jedoch distributive Koeffizienten. Unser Bezugsrahmen war zwar in beiden Fällen das Kreislaufmodell, aber die Methoden waren nicht die gleichen. Deshalb ist es angebracht, über diese „methodische Spaltung“ etwas zu sagen. Will der Leser dies nicht so genau wissen, interessiert ihn also mehr das Endergebnis, zu dem das Zusammenwirken des Wachstums und des Sparens führt, kann er den folgenden Text überspringen. Dieses Ergebnis, sowie Ergebnisse bei beliebigen anderen Anfangsbedingungen, kann er sich selber vom Simulationstool anfertigen lassen.

Fangen wir mit den technischen Koeffizienten an. Sie bestimmten eine konkrete Produktionsmethode, und zwar quantitativ genau. Genauer gesagt, diese Koeffizienten teilen uns mit, in welchen Proportionen bestimmte Güter zusammengestellt werden müssen, damit ein gewünschtes Gut hergestellt werden kann. Um die Bedeutung der technischen Koeffizienten zu unterstreichen, sollte man sich an Marx erinnern. (Er ist für uns auch deshalb ein gutes Beispiel, weil er ein Kreislauftheoretiker ist.) Sein Modell hat zwei Güter, Kapital und Konsumgut, was damals zweifellos ein analytischer Fortschritt war. Bei ihm war es nämlich nicht möglich, wie in dem Modell von Walras später, dass ein Gut nach Belieben ein Lehnstuhl oder eben eine Drehbank ist, so wie es sich der Ökonom gerade wünscht - um noch einmal auf die „verräterische“ Anmerkung von Schumpeter zurückzugreifen. Aber auch das Zweigutmodell ist offensichtlich noch sehr unterkomplex. In den Schemata von Marx werden zwei Güter berücksichtigt, aber noch keine produktionstechnischen Bedingungen. Deshalb war es Marx möglich, eine Kapitalmenge sowohl zu akkumulieren als auch zu Konsumgütern verarbeiten zu lassen, so wie er es sich gerade wünschte. So hat er mit seinen Schemata nur sein philosophisches Programm durchgezogen: den Umschlag von Quantität (Kapitalstock) zur Qualität (Produktivität). Folglich konnte Marx auch zum Ungleichgewicht nichts sagen. Wenn die produktionstechnischen Bedingungen nicht in Betracht gezogen werden, können das Sparen und die Kapitalakkumulation prinzipiell nicht die geringsten Probleme verursachen. Schließlich war es nur konsequent von Marx, dass seine Analyse der ökonomischen Entwicklung vor der Tür des „Reichs der Freiheit“ endete - vor dem kommunistischen Laissez-faire. Das ist eigentlich das unausweichliche Schicksal jeder Theorie des Sparens und des Investierens, welche sich keine Gedanken über die produktionstechnischen Bedingungen macht. Eine solche Theorie ist ein Basar der Beliebigkeiten.

Man könnte jetzt bemerken, dass wir bei der Analyse des Wachstums, die wir bereits durchgeführt haben, den Begriff technische Koeffizienten gar nicht benutzt haben. Das stimmt, aber wir sind nach ihnen vorgegangen, indem wir uns streng daran gehalten haben, dass bei der Produktion jedes Sektors die Kostenanteile immer gleich bleiben. Wir haben technische Koeffizienten also doch benutzt, wenn auch implizit. Sie nicht bei Namen zu nennen hat unsere Untersuchung vereinfacht. Wäre die Struktur der Wirtschaft komplizierter als in unserem numerischen Beispiel, dann müssten die technischen Koeffizienten explizit benutzt werden und dazu auch die ihnen zugehörige Mathematik. Darüber haben wir schon etwas gesagt, was sich der mathematisch interessierte Leser jederzeit anschauen kann.dorthin

Die technischen Koeffizienten, so kann man es zusammenfassen und verallgemeinern, machen es möglich, den Strukturwandel der Wirtschaft unter Berücksichtigung der produktionstechnischen Bedingungen zu simulieren und zu untersuchen. Zum Strukturwandel gehört auch das (extensive) Wachstum, mit dem wir uns schon näher beschäftigt haben, als wir herausfinden wollten, was das Sparen und Investieren in einer Wirtschaft in der Depression bewirkt. Weil wir die technischen Koeffizienten implizit nutzten, mussten wir mit konstanten Preisen arbeiten. Solche starren Preise würden der Realität natürlich nicht entsprechen, so dass wir uns etwas einfallen lassen müssen, ohne in eine produktionstechnische Beliebigkeit abzugleiten. Die distributiven Koeffizienten bieten eine endgültige Lösung dafür.

Wie wir schon oben erörtert haben, lassen diese sich immer problemlos ermitteln, wenn die Preise und die Struktur einer Wirtschaft bekannt sind. Unsere Untersuchung des Wachstums macht uns dies alles bekannt, und zwar für beliebig viele Reproduktionsperioden. Deshalb ist es kein Problem, für jede Reproduktionsperiode dieser Untersuchung die distributiven Koeffizienten zu ermitteln. Wir fangen jetzt mit der Reproduktionsperiode t+1 an. Holen wir uns die zwei Tabellen, mit denen wir dortdorthin die Produktion und die Investitionen dargestellt haben: 

       
t + 1 Produktionsprozess
 
  Sektor 1: 
  Sektor 2:
  Sektor 3:
    K  Ÿ     Y    
    2500.00  +  1000    =    3500.00    
    1500.00  +  1000    =    2500.00    
    2000.00  +  2000    =    4000.00    
                       
Kapitalbeschaffung 
        für Reproduktionsperiode  t + 2
  K1t+2   =   K1t+1    =    2500.00  
  K2t+2   =   K2t+1  +  120    =    1620.00  
  K3t+2   =   K3t+1   -  120    =    1880.00  
 

Aus der rechten Tabelle lässt sich schnell herausfinden, wie die Produktionsgüter auf die einzelnen Sektoren innerhalb (oder am Ende) der Reproduktionsperiode t+1 aufgeteilt wurden. Der Sektor 2 distribuiert alles dem Sektor 1 (δ21 = 1), der Sektor 1 dem Sektor 2 einen Anteil von 1620/3500 (δ12 = 0.463) und dem Sektor 3 den übrig gebliebenen Anteil 1880/3500 (δ13 = 0.537). Das sind unsere neuen Koeffizienten. Hält man sich an sie, kann man die Preise nach Lust und Laune ändern, real wird trotzdem alles gleich bleiben. Es steht also auch nichts im Wege, die Löhne bzw. Nettoeinkünfte der Sektoren zu senken. Bleiben wir weiterhin bei 2%. Wie die neuen Preise aussehen, zeigt uns die nächste linke Tabelle:

       
t + 1 Produktionsprozess
 
  Sektor 1: 
  Sektor 2:
  Sektor 3:
    K Ÿ t  -  2% Y    
    2500.00  +  1000 • 0.98  =  3480.00    
    1500.00  +  1000 • 0.98  =  2480.00    
    2000.00  +  2000 • 0.98  =  3960.00    
                       
Kapitalbeschaffung 
      für Reproduktionsperiode  t + 2
  K1t+2  =  δ21 Y2t+1  =    1 • 2480.00  =  2480.00  
  K2t+2  =  δ12 Y1t+1  =  0.463• 3480.00  =  1610.74  
  K3t+2  =  δ13 Y1t+1  =  0.537• 3480.00  =  1869.26  
 

In der rechten Tabelle werden die Produktionsgüter nach den gerade ermittelten distributiven Koeffizienten distribuiert. Damit haben wir herausgefunden, mit welchen Kapitalmengen die Sektoren in der nächsten Reproduktionsperiode zu wirtschaften beginnen werden. Aber das reicht noch nicht, um zu erklären, wie der Produktions- und Investitionsprozess in der Reproduktionsperiode 2 verlaufen wird. Was wir noch brauchen, holen wir uns auch diesmal aus den zwei Tabellen aus unserer früheren Untersuchung. Um jetzt nicht zurückblättern zu müssen, zeigen wir diese noch einmal:

       
t + 2 Produktionsprozess
 
  Sektor 1: 
  Sektor 2:
  Sektor 3:
    K  Ÿ     Y    
    2500.00  +  1000    =    3500.00    
    1620.00  +  1080    =    2700.00    
    1880.00  +  1880    =    3760.00    
                       
Kapitalbeschaffung 
        für Reproduktionsperiode  t + 3
  K1t+3   =   K1t+2   +   200    =    2700.00  
  K2t+3   =   K2t+2   +   120    =    1740.00  
  K3t+3   =   K3t+2    -   120    =    1760.00  
 

Die distributiven Koeffizienten rechnen wir natürlich aus der rechten Tabelle heraus: Der Sektor 2 distribuiert dem Sektor 1 wieder seine ganze Produktion (δ21 = 1), der Sektor 1 dem Sektor 2 einen Anteil von 1740/3500 (δ12 = 0.497) und dem Sektor 3 den übrig gebliebenen Anteil 1760/3500 (δ13 = 0.503). Aber auch die linke Tabelle brauchen wir, und zwar um die Werte der Nettoeinkünfte für diese Reproduktionsperiode neu zu bestimmen. Unsere Absicht ist, die Preise in dieser Reproduktionsperiode noch einmal zu senken, was bedeutet, sie zum zweiten Mal zu senken; deshalb setzen wir den Wert der Nettoeinkünfte in der oberen linken Tabelle zweimal um 2% herab. Jetzt haben wir alle Daten, um nacheinander die linke und rechte Tabelle auszurechnen:

       
t + 2 Produktionsprozess
 
  Sektor 1: 
  Sektor 2:
  Sektor 3:
    K Ÿ t  -   2 mal  2% Y    
    2480.00  +  1000 • 0.98 • 0.98  =  3440.40    
    1610.74  +  1080 • 0.98 • 0.98  =  2647.97    
    1869.26  +  1880 • 0.98 • 0.98  =  3674.81    
                       
Kapitalbeschaffung 
      für Reproduktionsperiode  t + 3
  K1t+3  =  δ21 Y2t+2  =    1 • 2647.97  =  2647.97  
  K2t+3  =  δ12 Y1t+2  =  0.497• 3440.40  =  1709.88  
  K3t+3  =  δ13 Y1t+2  =  0.503• 3440.40  =  1730.52  
 

Wir können nach der gleichen Vorgehensweise beliebig lange verfahren und die Tabellen für alle weiteren Reproduktionsperioden zusammenstellen. Aus ihnen lässt sich quantitativ genau verfolgen, wie der Prozess der Produktion sukzessive abläuft. Für gleichgewichtstheoretische Schlussfolgerungen sind aber diese Tabellen so gut wie unbrauchbar. Zu diesem Zweck mussten wir die Tauschtabellen benutzen. Wir wissen schon, wie sich für jede Reproduktionsperiode eine solche Tauschtabelle entwerfen lässt, aber diese mühselige Routinearbeit wollen wir uns diesmal sparen. Wir lassen uns die Werte, die für unsere gleichgewichtstheoretischen Schlussfolgerungen wichtig sind, von unserem Algorithmus ausrechen.

     Gleichgewichtsbedingung:   YK  =  I  =  S      Zuwachs der Konsumgüterproduktion
 
 
128
 
378
 
352
 
330
 
310
 
292
 
489
275
 
676
260
 
854
245
 
1022
231
 
1181
218
 
1332
205
 
1474
193
 
 
-40
 
-325
 
-613
 
-368
 
-136
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  t+1     t+2     t+3     t+4     t+5     t+6     t+7     t+8     t+9     t+10     t+11     t+12     t+13     t+14    
  YK 5960  6088  6467  6819  7149  7459  7751  8026  8286  8531  8762  8980  9185  9379 
  I1' -20   168   154   145   135   127   119   112   106   100   94   89   83   79  
      +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +
  I2' 111   100   93   85   80   74   70   66   62   58   55   51   48   45  
      +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +       +
  I3' -131   -139   131   122   116   109   103   97   92   87   82   78   74   69  
  I' -40   128   378   352   330   310   292   275   260   245   231   218   205   193  

Wenn wir diese Balken mit denen vergleichen, die wir bei der Analyse des Wachstums bei konstanten Preisen bzw. der Analyse der Preissenkung bekommen haben, lässt sich folgern, dass es zur Überlagerung („Superposition“) der Wirkungen des Wachstums und der Preissenkung gekommen ist. Aber die Wirtschaft konnte auch diesmal nach nur zwei Reproduktionsperioden durchstarten und danach durch Sparen und Investieren ohne Nachfrageprobleme wachsen. Das liegt jedoch an den von uns gewählten Zahlen. Wenn die Preissenkung stärker oder die Investitionen niedriger wären, hätten wir ein anderes Ergebnis bekommen. Das zu prüfen ist kein Problem.

Dem Leser steht wieder ein Simulationstool zur Verfügung, mit dem er selber das Verhalten unserer kleinen, dreisektoralen Wirtschaft bei sinkenden Preisen und anderen Anfangsbedingungen verfolgen und testen kann. Er braucht nur bestimmte Werte einzugeben, dann werden alle Rechnungen im Hintergrund automatisch ausgeführt. Das fertige Ergebnis erscheint nach kurzer Zeit - es hängt von seiner Internetgeschwindigkeit ab - in Form von Balken und verschieden Werten, die sich auf die Reproduktionsperioden beziehen, ähnlich wie in unserem letzten Bild. Nun viel Spaß bei diesen „Computerspielchen“!

  <  <  <  <  <  <  <     d o   i t   y o u r s e l f    >  >  >  >  >  >  > 

    Simulationstool           
       
 
  Zahl der Reproduktionsperioden    [2-20]   eingeben    
  Investition bei dem Sektor 2 absolut    [1-120]   oder prozentual    %  [ 1-12]   eingeben    
  Preissenkung bei allen Sektoren prozentual    %  [ 0-12]   eingeben    
  Gesamtwirtschaftliche Sparquote anzeigen ( S'% )  
  Sparquote des Sekotors 2 anzeigen ( S2 )  
  Konsumgüterproduktion in konstanten Preisen anzeigen ( Cc )  
 
    Eingaben absenden      
       
  - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
YK :     Wert der insgesamt hergestellten Produktionsgüter ( Sektor 1 +  2 )  
YK' :     Zuwachs von YK  in Bezug auf die vorige Reproduktionsperiode  
I1', I2', I3' :    Neue nominale Investitionen der Sektoren 1,  2  und  3
S'%  :     Summe aller Ersparnisse in Bezug auf die Summe der Nettoeinkünfte aller Sektoren in Prozentpunkten    
Cc  :    Wert der insgesamt hergestellten Konsumgüter ( Sektor 3 )  in konstanten Preisen  
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